| Bernkastel-Kues Wehlen, St. Agatha |
| Restaurierung der Voltmann-Orgel In der katholischen Kirche
St. Agatha in Wehlen befindet sich eine Voltmann-Orgel aus dem Jahre 1873.
Nach dem das Instrument 1976 und 1989 technisch und klanglich verändert
wurde, haben wir im März 2010 den Auftrag erhalten, dieses bedeutende
Instrument zu restaurieren.
Das Hauptwerk ist ohne Veränderungen erhalten, lediglich im Unterwerk und im Pedal wurden seinerzeit Umdisponierungen vorgenommen. Im Vordergrund der Restaurierung stand die Rückführung zur Originaldisposition. Auf Grund des großzügigen Engagements der Jodocus-Prüm-Bürgerstiftung war es der Kirchengemeinde möglich, dieses Projekt zu finanzieren. Am Sonntag dem 02. Oktober 2011 wurde sie im Rahmen einer heiligen Messe um 14.00 Uhr geweiht und um 18.00 Uhr spielte der zuständige Orgelsachverständige Herr Reinhold Schneck aus Wittlich das erste Orgelkonzert. |
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zur Disposition |
| Bilderdokumentation
der Restaurierung als Download |
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| Blick ins Hauptwerk mit der rekonstruierten Trompete
8' |
Die originale Disposition im Unterwerk ist wieder
hergestellt.
Links das Pedalwerk mit rekonstruierten Stiefeln
der Posaune 16'.
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Blick ins Unterwerk während der Intonation.
Rechts im Hintergrund ist das Pedalwerk zu erkennen.
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| Die Klaviaturen wurden mit Knochen neu belegt
und die neuen Registerschildchen entsprechend der originalen Vorbilder angefertigt. |
Aufgrund der beengten Platzverhältnisse am
Spieltisch wurde die Brüstung abgeändert. Ausserdem wurde eine
neue höhenverstellbare Orgelbank angefertigt.
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| Die Intonation hat begonnen! |
Zur Rekonstruktion der originalen Disposition wurden
für die abgeführten Pfeifen im Unterwerk ein neuer Pfeifenstock
und die entsprechenden Windzuführungen angefertigt.
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Der Windladen- anschluß im Hauptwerk
war mit einem Flexrohr ausgeführt und mußten
daher erneuert worden.
Auch ein unschöner Laufboden aus Nut und Feder Brettern wurde erneuert. |
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| Die Prospektkondukten wurden Zinn erneuert. |
Flexrohre wurden entfernt und durch neue Kanäle
ersetzt.
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Die Pfeifenbrettchen wurden im Stile Voltmanns
restauriert, zum Teil neu angefertigt und neu papiert.
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Als Vorlage für die Labien der neuen Prospektpfeifen
diente ein noch vorhandener Originalprospekt von Voltmann. Beachtenswert
sind die deutlich überkragenden Labienaufwürfe.
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Die neuen Prospektpfeifen vor der Politur.
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| Die fertigen Lederpulpeten in Fuktion. |
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| Die Lederpulpeten werden noch einmal kontrolliert. |
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| Bei der denkmalgerechten Fertigung der neuen
Lederpulpeten werden die Weidenröhrchen in historischer Machart verarbeitet. |
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| Die zu kurzen, offenen Holzpfeifen werden pauschal
angelängt und später bei der Intonation auf das korrekte Maß abgelängt. |
Die hochempfindlichen Körper der Prospektpfeifen werden zunächst noch mit einer speziellen Folie geschützt. |
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| Die vorgefundenen Prospektpfeifen aus Zink waren
nicht original. Hier sehen Sie die Füße der neuen Prospektpfeifen aus einer hochwertigem Zinnlegierung. |
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| Falsche Stimm- und Intonierpraxis haben zur Folge,
daß nun die extrem mißhandelten Pfeifenmündungen abgeschnitten
und neu angelängt werden müssen. |
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Der Großteil der Pfeifenfüße ist
stark deformiert
und muß aufwendig restauriert werden.
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| Anhand der Pfeifenstockbohrungen waren wir
in der Lage die originale Aufstellung und Dispostion des Pfeifenwerks zu bestimmen. |
Sehr interessant ist die Konstruktion der originalen
Manualkoppel.
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Die flexiblen Rohre zur Versorgung der abgeführten Pfeifen werden in Zinn neu gefertigt. |
Die Kanalanschlüsse aus flexiblem Rohr zeugen noch von einer Zeit, in der man noch ein anderes Verständnis gegenüber historischen Instrumenten hatte. |
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| Die industriell gefertigten und zudem stilfremden
Lederpulpeten sind undicht und werden erneuert. |
Ein Blick ins Hauptwerk vor der Restaurierung. Man sieht zurückgerollte Stimmrollen und andere Kuriositäten die zeigen, daß die Orgel dringend einer Restaurierung bedarf. |