| Firmengeschichte | |
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Die Orgelbaufirma Weimbs in Hellenthal wurde am 1. Oktober 1927 von Josef Weimbs (1886-1949) gegründet. Schon dessen Vater arbeitete Ende des 19. Jahrhunderts als Orgelbauschreiner bei den Gebrüdern Müller in Reifferscheid, wo auch sein Bruder tätig war. Die Werkstätten der Gebrüder Müller in Reifferscheid, gegründet 1802, sind mit der Entstehung der Hellenthaler Firma somit in direktem Zusammenhang zu sehen, absolvierte doch der Firmengründer hier zwischen 1900 und 1905 eine Orgelbaulehre. |
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Die überregionale Bedeutung
der Gebrüder Müller zeigt sich darin, daß noch 113
Orgelbauten aufgezählt werden können, welche sich vom
Gebiet der Eifel über den Köln-Bonner Raum, über den
Aachener Raum bis in das Grenzgebiet von Belgien, den Niederlanden
und Luxemburg erstreckt. |
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| Nach abgeschlossener Ausbildung arbeitete Josef Weimbs zwischen 1906 und 1913 bei den Gebrüdern Müller als Stimmer und Intonateur. Später wechselte er bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges zu anderen Orgelbaufirmen und gründete 1927 eine eigene Werkstatt in Hellenthal. | |
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| Sein erster
Orgelneubau entstand für die dortige Pfarrkirche St. Anna (vollendet
1928, II/23, pneumatische Kegelladen). Schon bei diesem Instrument
zeigte sich der eigene Stil des Firmengründers, der sich vor allem
durch eine freizügige Prospektgestaltung und die größere
Registerzahl der Werke bemerkbar machte. Dies gilt besonders für
das Pedalwerk. Bauten die Gebrüder Müller häufig nur
ein angehängtes oder knapp besetztes Pedal, so findet man bei
Josef Weimbs regelmäßig ein gut disponiertes und voll ausgebautes
Pedalwerk. Schon nach sehr kurzer Zeit stand das Unternehmen auf festem Grund und hatte einen Ruf, der über das Gebiet Schleidens und der Eifel weit hinaus reichte. |
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Nach dem Tode des Firmengründers
übernahm sein Sohn Josef (1916-2005) den Betrieb. In besonderem Maße stellte Josef Weimbs sein Können unter Beweis, als es in den 60er und 70er Jahren immer häufiger darum ging, historisch wertvolle Instrumente zu erhalten, zu restaurieren, zu rekonstruieren und, entgegen dem um diese Zeit üblichen Brauch, solche Orgelwerke in ihrer Substanz unverändert zu belassen |
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| In der Werkliste sind über 80
Restaurierungen alter Orgeln verzeichnet, von denen vor allem die umfangreichen
Arbeiten an den großen Orgeln in der Basilika des Klosters Steinfeld (erbaut 1727 von Balthasar König, restauriert 1981) und der Schloßkirche in Schleiden (erbaut 1770 vermutlich von Christian Ludwig König, restauriert 1987/88) ihrer überregionalen Bedeutung wegen an erster STelle zu nennen sind. |
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| Im Jahr 1994 wurde der Sohn des Firmenchefs, Friedbert Weimbs, Mitinhaber des Unternehmens, und seit 1998 führt mit ihm zusammen sein Sohn Frank das Orgelbauunternehmen in die vierte Orgelbauergeneration. Weitere vierzehn Mitarbeiter sind im Unternehmen tätig. |
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| In den letzten
Jahren wurden gleichermaßen technisch und musikalisch interessante
Orgelneubauten
erstellt und erneut eine Anzahl von wichtigen Restaurierungen
historischer Orgeln durchgeführt. Zum Anspruch der heutigen Orgelbauwerkstatt gehört aber auch eine rückhaltlose Offenheit gegenüber den in Europa gewachsenen Orgellandschaften, die u.a. in den Orgelneubauten im italienischen Stil und einer Orgel im spanischen Stil ihren Beleg finden. Instrumente im französischen Stil und klassischer deutscher Manier entstammen ebenfalls dem Hause Weimbs und begründen den heutigen Ruf des Unternehmens über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus ins benachbarte Ausland. |
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