Firmen-Philosophie
So sehen wir unsere Arbeit
Das Grenzgebiet Deutschland, Belgien und Niederlande hat seine eigene Orgellandschaft hervorgebracht. Diese "Rhein-Maasländische Orgellandschaft" kennzeichnet einen Orgeltypus, dem französische Flöten, Cornette und Zungen selbstverständlich erscheinen, aber auch brabanter Prinzipale für sich beanspruchen kann. Die "singende Aussprache" der hiesigen Bewohner schlägt sich in der Intonation nieder und geht zusammen mit dem freien Wind eine einzigartige Synthese ein.

In unsere Orgelbauten fließen auch die Erfahrungen zahlreicher restaurierter Instrumente mit ein. Die im Rheinland tätig gewesene Orgelbauerdynastie König und deren Nachfolger haben unseren Orgelstil wesentlich geprägt. Er zeichnet sich durch eine Disposition aus, die eine breite Basis von 16'-, 8'- und 4'-Stimmen besitzt.

Philosophieren über eine Orgel heißt Nachdenken, Empfinden von Akustik und Gesetzmäßigkeit des Raums, Wahrnehmen der Gerüche des Raumes, der Wirkung des Lichts.

Der Orgelbau steht in gewisser Weise in einem Widerspruch zu sich selbst. Die Orgel ist ein historisches Instrument. Insoweit stehen auch Orgelbauten unter dem Diktat des Historismus. Gleichzeitig bauen wir aber Orgeln im Computerzeitalter. Was beim Bau von Streichinstrumenten oder beim Klavierbau unmöglich erscheint, ist im Orgelbau zur Regel geworden: Er ist seit je her offen für eine Einflußnahme der jeweils herrschenden Technik. Dazu mag auch die Größe des Instruments beigetragen haben. Um die Jahrhundertwende wurden Pneumatik und Elekrtik Bestandteil der modernen Orgel. Heute nimmt die elektronische Setzeranlage diese Stellung ein.

Es gilt also, innerhalb dieser beiden Positionen den richtigen Weg zu finden.

Für die Zukunft wünschen wir uns weiterhin Offenheit für und Vertrauen in den qualitativ hochwertigen Orgelbau, denn nur er bringt uns ans Ziel - an ein klanglich hervorragendes Ergebnis.