Rheinberg, St. Peter

Orgelneubau im historischen Gewand Disposition pdf

Rheinberg anreisserIn der Pfarrchronik der katholischen Kirche St. Peter zu Rheinberg ist zu finden, daß die ursprüngliche Orgel von den Gebr. Stumm im Trierschen erbaut worden ist. Sie wird mit dem Datum 1769 beziffert. Da aber in der Auflistung von Franz Bösken, „Die Orgelbauerfamilie Stumm“ keine passende Zuordnung zu finden ist, müssen wir davon ausgehen, daß die Orgel ursprünglich für eine andere Kirche gebaut worden ist. Es ist also bis dato nicht eindeutig belegt, ob die Orgel 1769 zunächst für eine andere Kirche gebaut worden ist oder aber zu diesem Datum nach Rheinberg transloziert wurde.

1967 wurde das Instrument von der Firma Walcker aus Ludwigsburg neu konzipiert. Das Orgelwerk wurde ohne Untergehäuse mit Hilfe einer Stahlkonstruktion an der Rückwand befestigt. Darunter konnte der Chor Aufstellung nehmen. Angesteuert wurde das gänzlich neue Innenleben der Orgel über einen neuen freistehenden, elektrischen Spieltisch.
 
Rheinberg2007
 vorgefundene Situation 2007
 
Im  Jahre 2007 hat sich die Kirchengemeinde unter Sachberatung von Herrn Domorganisten Wolfgang Schwering dazu entschlossen,  eine neue Orgel im "historischen Gewand" anzuschaffen.
Das Konzept der neuen Orgel ist ein modernes Werk mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur. Die handwerkliche Ausführung und vor allem die Disposition orientieren sich an Instrumenten des Erbauers Gebr. Stumm.

Am 29. November 2009 wurde sie feierlich geweiht und nach einer zwölf monatigen Bauphase in den Dienst der Kirche gestellt.
 
Rheinberg
 
 
akt 0911 1
 
 
Truhe
Parallel mit der neuen großen Orgel
wurde auch eine neue Truhenorgel für Rheinberg gefertigt
 
 
 
einige Impressionen aus der Bauphase
 
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Trakturdetail
 
 
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Blick von hinten auf den Spieltisch
 
 
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Nachtigall
 
 
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Blick ins Hauptwerk
 
 
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Traversflöte nach Stumm im Brustwerk
 
 
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Die fertigen Kondukten
 
 
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 Die Kondukten für die Windversorgung der Prospektpfeifen
werden in traditioneller Machart aus einer Zinn-Bleilegierung angefertigt.
 
 
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Teilvergoldung des gesamten Gehäuses mit Blattgold.
 
 
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Die Registerzüge im Stile der Gebr. Stumm
 
 
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Der Spieltisch mit  mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur
 
 
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Die historische Uhr wurde mit einem neuen
funkgesteuerten Uhrwerk ausgerüstet.
 
 
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Das Brustwerk mit darüber liegendem Hauptwerk.
 
 
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Bis zum Hauptwerkskranz ist alles aufgebaut
 
 
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Die Windlade des Brustwerks ist eingebaut.
 
 
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Das Untergehäuse ist montiert und der erste Kranz ist aufgelegt.
 
 
akt 0908 1
 Der Bodenrahmen wird nivelliert.
 
 
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 Die neue Orgel ist angeliefert!
Noch sind die Einzelteile im ganzen Kirchenraum verteilt.
 
 
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Da die Statik der Orgelbühne für das neue Instrument nicht ausreichte,
wurde eine spezielle Stahlkonstruktion eingebaut.
 
 
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Nach dem Räuchern erhält das Gehäuse noch einen Wachsauftrag.
 
 
akt 0907 1
 
Während das Obergehäuse schon eingehaust ist und geräuchert wird,
werden die letzten Einbauten aus dem Untergehäuse entnommen,
bevor auch dieses in der "Kammer" geräuchert wird.
 
akt 0907 2
 
 
akt 0907 3
Die letzten Schnitzwerke werden angefertigt.
 
 
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Beim Spieltisch fehlt nur noch das Notenbrett.
 
 
akt 0906 3
Die Füllungen sind fertig abgeplattet
und können in die Gehäuserahmen eingebaut werden
 
 
akt 0906 5
Anfertigung der Zinnkondukten in der Pfeifenwerkstatt
 
 
akt 0906 4
Die fehlenden sowie die zu ergänzenden Schnitzereien
werden zunächst angezeichnet und dann in
traditioneller Handwerkskunst im eigenen Betrieb gefertigt.
 
 
akt 0906 2
Die Klaviaturen sind in das Chassis eingepaßt -
die Mechanik ist eingebaut und vorjustiert.
Noch ein paar Handgriffe und der Spieltisch
kann in das Untergehäuse eingebaut werden.
 
 
akt 0905 1
Im Untergehäuse ist bereits ein
Teil der Windversorung eingebaut.
Gut zu erkennen sind die übernommenen historischen,
dunklereren Teilelemente des späteren Brustwerks.
 
 
akt 0905 2

Das Gehäuse des Hauptwerkes wird zunächst auf Fußbodenniveau
vormontiert, bevor es dann auf dem Unterbau aufgesetzt werden kann.

 
 
akt 0905 4

An den Gehäusehüten kann man sehr gut die historische
Substanz und die notwendigen Ergänzungen erkennen.

 
 
akt 0905 3
Die Spielventile sind fertig und bereits in die Windladen eingebaut.
 
 
akt 0904 4
Die Anpassung an die historische Front ist eine
sehr aufwendige und anspruchsvolle Aufgabe.
 
 
akt 0904 8

Die Profile werden verlängert und von Hand beigearbeitet .
Die Holz- verbindungen sind entweder mit Schlitz und Zapfen mit Holznägeln
der als  klassische Schwalbenschwanz- zinkenverbindung ausgeführt

 
 
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Der Mittelteil des Orgelgehäuses (Brustwerk)
wird zunächst ebenerdig vormontiert.
 
 
akt 0904 6
Die Registerschleifen sind fertig aufgepaßt,
so daß nun die Ventile gefertigt und eingebaut werden können.
 
 
akt 0904 7
Dem Spieltischchassis fehlen noch die Klaviaturen
bevor es in das Untergehäuse eingesetzt werden kann.
 
 
akt 0902 1
Das für das Orgelgehäuse zugeschnittene Eichenholz
wird zum "Ruhen" noch einmal zwischengelagert.
 
 
akt 0902 2
Die Holzpfeifen sind fertig verleimt und erhalten
nun ihre Vorschläge,  Stimmspunde und Pfeifenfüße.
 
 
akt 0902 3
Die Windladenfertigung hat ebenfalls begonnen.